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26.10.2016, 09:56 Uhr
Elektromobilität läuft nicht ohne Ulm
Die CDU Eselsberg hatte die Mitglieder und Freunde der Partei in den Sciencepark zu ZSW eingeladen, das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung. Prof. Dr. W. Tillmetz begrüßte den großen Teilnehmerkreis und führte in die Aufgaben des ZSW in Ulm ein.

Die CDU Eselsberg hatte die Mitglieder und Freunde der Partei in den Sciencepark zu ZSW eingeladen, das Zentrum für Sonnen-energie und Wasserstoffforschung. Prof. Dr. W. Tillmetz begrüßte den großen Teilnehmerkreis und führte uns ein in die Aufgaben des ZSW in Ulm.

Das ZSW wurde als gemeinnützige Stiftung 1988 unter dem damaligen Ministerpräsidenten, Lothar Späth,  gegründet, die Gebäude im Sciencepark 1 errichtet und hat die Forschungs-aufgaben aufgenommen. 2011 kam das große Batterietest-zentrum eLaB im Sciencepark 2 dazu. In den letzten Jahren wurden Leistungen insbesondere für die Industrie im Wert
von 30 bis 50 Mio. € erbracht. Finanziert wird das ZSW zu
etwa 15% vom Land und zu 85% von namhaften Unternehmen wie z.B. Daimler, Adolf Würth, EnBW, Robert Bosch.

 

Erklärt und vorgeführt wurde uns die Arbeit an Brennstoffzellen, bei der die Optimierung mit allen Komponenten im Bezug auf die Konstruktion, die Fertigung, die Leistungsdauer und die Lebens-dauer im Vordergrund steht. Sehen konnten wir auch ein Straßen-fahrzeug, eine B-Klasse von Mercedes, das mit einer Brennstoff-zelle mit einer Leistung von 100 kW im Unterboden und den Zusatzaggregaten im „normalen“ Motorraum bestückt ist. Betankt werden kann dieses Fahrzeug an der neuen Wasserstofftankstelle innerhalb von 3 Minuten, um dann wieder gut 300 km fahren zu können. Noch ist das Tankstellennetz in Deutschland dünn, soll aber in den nächsten 5 Jahren auf 400 Tankstellen ausgebaut werden. Der Wasserstoff kann mit Strom aus Solarzellen über die Elektrolyse aus Wasser absolut umweltfreundlich hergestellt werden, aus dem Auspuff kommt  ausschließlich Wasserdampf. Die Zukunft der Wasserstoffmobilität ist eingeleitet! Allein Daimler will in Kooperation mit Ford und Nissan im 2017 ca. 100.000 Fahrzeuge auf die Straße bringen.

 

Der zweite Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung ist die Lithium-Ionen-Batterien (eigentlich wiederaufladbare Akkus, der Ausdruck Batterie sei im Sprachgebrauch das üblichere Wort), die heute in allen Handys, in unzähligen Elektrogeräten und eben in Autos eingesetzt werden, aber bisher nur in Ostasien hergestellt werden. Damit dieser Markt nicht länger an Deutschland vorbei läuft, engagiert sich ZSW für Perfektionierung der Konstruktion und der Produktion dieser Elemente. Im Jahr 2014 wurden weltweit 320.000 Autos mit Elektroantrieb verkauft, lediglich 11.000 in Deutschland. Bei reinen E-Fahrzeugen liegt die Batteriekapazität heute bei 20 bis 80 kWSt, was eine Fahrstrecke von bis zu 500 km zulässt. Im Durchschnitt fährt ein PKW in Deutschland 40 km/Tag und verbraucht dafür ca. 6. kWSt, also nur einen Teil der vorhanden Ladung. Die Lebensdauer einer solchen Batterie sei heute mit der Lebensdauer des PKW´s identisch.

 

Dr. Harry Döring erklärte uns sein Testlabor, in dem Li-I- Batterien auf Herz und Nieren geprüft und sogar bewusst zerstört werden. Nach Vorgaben der Auftraggeber und der Normen laufen hier vollautomatisch Lade- und Entladezyklen ab.

Hochinteressant war auch die Fertigungslinie von Batterien. Uns wurde erläutert und gezeigt, wie die Batterien aus dünnen Folien und Pasten entstehen und schließlich einzeln oder als Pakete in den Geräten und Fahrzeugen gelangen.

 

Bevor sich Edgar Winter, der Stadtteilvorsitzende der CDU am Eselsberg für diese hochinformative Veranstaltung bedankte, wiederholte Prof. Dr. Tillmetz nochmals seinen dringenden Hinweis auf den bevorstehenden Strukturwandel in der Auto-industrie und deren Zulieferer – weg vom Verbrennungsmotor hin zum elektrisch betriebenen Fahrzeug –, den man nicht früh genug angehen müsse, denn die E-Autos werden kommen. Ebenso dringend muss die Bereitstellung von Stromtankstellen in Wohn-gebäuden und im öffentlichen Bereich angegangen werden. cp


Eingestellt am 26.10.2016
Internetbeauftragter
Thomas Schmid

 

 

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