Kultusministerin Marion Schick spricht in Ravensburg /Unterrichtsqualität im Fokus
Im Rahmen des bildungspolitischen Forums der CDU-Landtagsfraktion am letzten Samstag präsentierte die neue Kultusministerin Frau Marion Schick ihre Vorstellungen zur Bildungspolitik.
Sie sagte, dass ihr Wunsch sei, die Strukturdebatte um die Dreigliedrigkeit und ein längeres gemeinsames Lernen zu beenden, da sie nur unnötig Ressourcen bindet.
Den vielfältigen Begabungen der Schüler solle in einem differenzierten Schulsystem Rechnung getragen werden. Die Werkrealschule ist für die Ministerin eine interessantes Angebot für Schüler, um den mittleren Bildungsabschluss zu erreichen und gleichzeitig die Berufsorientierung zu verstärken. Sie lobt alle, die das Konzept aufgegriffen und begonnen haben, es vor Ort umzusetzen. Außerdem ist ein Ziel der Ministerin, die Wertschätzung für die berufliche Bildung zu erhöhen. Frau Prof. Schick begrüßt die Qualitätsoffensive Bildung der CDU und betont, dass es wichtig ist, über die Qualität in Schulen zu sprechen. Aber die begonnen Reformen brauchen auch Zeit, um vor Ort umgesetzt zu werden. Das ist aus Sicht der Ministerin die gemeinsame Aufgabe von Lehrern, Schülern und Eltern. Sie hob hervor, dass Sie an einem Dialog mit allen, die in den Schulen mitarbeiten, interessiert ist.
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Peter Hauk, der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion hatte in seiner Begrüßung, das Ziel der CDU, jedes Kind und jeden Jugendlichen unabhängig vom Elternhaus auf dem Weg zu einer guten Bildung mitnehmen zu wollen, betont.
Prof. Diethelm Wahl von der Pädagogischen Hochschule Weingarten erläuterte in seinem Fachvortrag Wege zu einem erfolgreichen Unterricht.
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass in Deutschland der fragend-entwicklende Unterricht, das heißt ein gemeinsames Hinführen zum Stoff im Vordergrund steht. Außerdem wurde in Untersuchungen festgestellt, das nur 30% der Schüler bei dieser Form des Unterrichtens mitarbeiten. Prof. Wahl zeigt aber, dass für den Lernerfolg vor allem die Vorkenntnisse ein Rolle spielen. Er stellt Methoden wie den Advance Organizer, das Sandwich-Prinzip und die Strukturierung vor, mit denen eine nachhaltigere Verknüpfung des Lernstoffs mit dem Vorwissen erreicht werden kann.
Insgesamt eine gute Veranstaltung war das einhellige Urteil der Mitglieder des AK Bildung der CDU, die gemeinsam nach Ravensburg gefahren waren. Sie überlegen schon, welche Schlüsse sich aus der Veranstaltung ziehen lassen. Ein Vorschlag wäre, dass im Rahmen des Projekts Regionale Bildungsregion Lehrer, die sich für neue Lernformen interessieren und Schulen, die Schritte zu einer Steigerung der Unterrichtsqualität unternehmen, bei der Organisation von Fortbildungen unterstützt werden.
Barbara Münch, Sprecherin des AK Bildung CDU Ulm/Alb-Donau-Kreis
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